Herren-Teams: 2. Herren

1./2. Herren Bezirksliga St.2 | AOK-Landes-Pokal der 2. Herren

Trainer
Patrick Brehm

Co-Trainer
Detlef Exner

Torwarttrainer

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BW Hohen Neuendorf – TSV Rudow II 2:2 (2:1)

Aufstellung: Schumann – Wolofczyk, Cuhls, Kzionzek, Godau (ab 80. Kobert) – Sahin (ab 46. Erdogan), Schlüter, Bünsow, Wittmann – Frazer, Ibrahim (ab 60. Sauppe)

Tore: 1:0 (15.) Abo Ayash; 1:1 (22.) Frazer; 2:1 (34.) Kaba; 2:2 (90. +4) Bünsow

Die Rückrunde begann für unser Team mit einer weiten Fahrt nach Hohen Neuendorf, dem Tabellenletzten. Mit sieben Neuzugängen hat sich Hohen Neuendorf einem kleinen Update unterzogen und versucht somit, die Klasse zu halten. Unser Team musste zu diesem Spiel auf Jacobs, Singh, Heick, Thiele und die Verletzten Barsuhn S., Barsuhn D. und Wedemann verzichten.

So begann unser Team auf dem Rasenplatz zunächst mal das eigene Spiel zu finden und wurde vom Gastgeber dabei oftmals vorm Strafraum abgefangen. So dauerte es bis zur 13. Minute, als Wittmann den Ball flankte und Frazer die große Chance zur Führung hatte, doch die Ballannahme sprang zu weit nach vorne und konnte vom Keeper abgefangen werden. Mit dem ersten Schuss Richtung unser Tor ergab sich auch gleich die erste Ecke für Hohen Neuendorf in der 15 Spielminute. Die Eingabe wurde am ersten Pfosten verlängert und landete genau beim Stürmer von Hohen Neuendorf am zweiten Pfosten, der sich nicht zweimal bitten ließ, 1:0.

Davon wenig beeindruckt machte unser Team einfach weiter und drängte nun Hohen Neuendorf hinten rein. So dauerte es bis zur 22. Spielminute als Frazer eine Eingabe ins Tor beförderte, 1:1. Danach machte nun auch Hohen Neuendorf wieder mehr und kam besser ins Spiel, ohne dabei aber grundsätzlich zu Chancen zu kommen. So halfen wir leider ein wenig mit. In der 34. Minute war es ein lang geschlagener Ball auf rechts, den Wolofczyk erläuft und beim Versuch den Ball im Spiel zu halten und weiter zu spielen, direkt dem Gegner in die Füße spielte. Dieser nahm die Einladung dankend an und spielte vor das Tor, wo der Hohen Neuendorfer nur noch einzuschieben brauchte, 2:1. So plätscherte diese Halbzeit in die Pause.

In der zweiten Hälfte dann ein anderes Bild vom Spiel. Hohen Neuendorf mauerte sich in der eigenen Hälfte ein und versuchte durch Konter den Deckel auf diese Partie zu setzen. Somit war es für unser Team ein hartes Stück Arbeit, einzelne Chancen zu erarbeiten auf dem tiefen Rasen. Hatten wir zu Beginn der Halbzeit wesentlich mehr Ballbesitz, setzten ab der 65. Minute immer wieder einfache Ballverluste ein und bescherten Hohen Neuendorf einige gute Konterchancen, die entweder im letzten Moment noch geklärt werden konnten oder von Hohen Neuendorf fahrlässig vergeben wurden.

So blieben wir Situation um Situation am Leben und versuchten es weiter. In der 80. Minute, war es dann Frazer mit der großen Chance zum Ausgleich, nach schöner Eingabe von Wittmann. Doch leider ging der Ball knapp daneben. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal richtig spannend. Hohen Neuendorf verteidigte sein Strafraum und wir versuchten mit aller Macht den Ausgleich zu erzielen. In der 90. Minute wird Wittmann unter Bedrängung dann im Strafraum angespielt und wird mehr als deutlich von den Beinen geholt, leider blieb der Pfiff aus, was bei uns auf völliges Unverständnis traf. Also weiter machen, noch war nicht Schluss.

In der 93. Minute war es eine Eingabe von rechts, welche vom Verteidiger grätschend, allerdings mit der Hand, zur Ecke geklärt wurde. Vor den Augen des Linienrichters blieb der Elfmeterpfiff wieder aus. Auch hierbei hätte es Elfmeter geben müssen. Die anschließende Ecke von Kzionzek wurde zentral an die Strafraumkante geklärt, Wolofczyk nahm den Ball auf, spielte ein Spieler auf engstem Raum aus und steckte auf Bünsow durch, der aus spitzen Winkel den Ball einnetzte, 2:2. Den anschließenden Anstoß ließ der Schiedsrichter noch ausführen, um dann abzupfeifen.

Völlig verdient nahm unser Team somit einen Punkt aus der Ferne mit und konnte die harte Arbeit am Ende noch belohnen. Hatte man in der Hinrunde noch daheim gegen Hohen Neuendorf verloren, konnte man an diesem Tag wenigstens einen Punkt entführen und den Abstand zu Hohen Neuendorf aufrechterhalten. Trotzdem können wir von Glück reden, dass Hohen Neuendorf sehr fahrlässig mit den Kontermöglichkeiten umging.

Nun steht nächste Woche das nächste direkte Duell im Abstiegskampf auf dem Programm, wenn der Weißenseer FC an der Stubi-Road zu Gast ist. In der Hinrunde kassierte unser Team ein 1:3-Niederlage und saisonübergreifend konnte unser Team gegen Weißenseer FC in drei Spielen noch nie Punkten mit einem Torverhältnis von 2:10. Somit ist unser Team gewarnt und bereit, diese Serie zu beenden.

 

TSV Rudow II – Weißenseer FC  4:3 (1:0)

Aufstellung: Schumann – Wolofczyk, Wittmann, Kzionzek, Kobert –  Erdogan (ab 46. Heick, ab. 80. Ibrahim), Schlüter, Bünsow, Jacobs (ab 80. Singh) – Frazer, Sauppe

Tore: 1:0 (41.) Sauppe; 1:1 (47.) Reynaud; 2:1 (57.) Kzionzek; 2:2 (68.) Horn; 3:2 (70.) Sauppe; 3:3 (79.) Aeppler; 4:3 (85.) Sauppe

Das erste Heimspiel der Rückrunde stand am vergangen Sonntag gegen Weißenseer FC auf dem Programm. Der Tabellenvorletzte und zugleich der erste Abstiegsrang, liegt vier Punkte hinter unserem Team und zeigt die Brisanz des Spiels auf, da man in den letzten drei Aufeinandertreffen immer unterlegen war.

Doch von Beginn an eine sehr disziplinierte Vorstellung unserer Mannschaft. Mit Geduld und Einsatzwillen kamen wir von Minute zu Minute dem Gästetor immer näher. In der 8. Minute war es dann Jacobs, der auf links durchging und von der Grundlinie den Ball scharf reinbrachte, doch dieser fand noch keinen Abnehmer. In der 12. Minute dann die erste Riesen-Chance, Bünsow steckt auf Sauppe durch und dieser bekommt im eins gegen eins den Ball nicht am Gästekeeper vorbei. Nur eine Minute später war es dann wieder Sauppe, der vor dem Torwart an den Ball kommt, doch den Ball nur ans Außennetz schießt.

Danach wurde unser Spiel ein wenig langsamer und umständlicher, sodass am Ende der finale Pass kein Abnehmer fand. So verhalfen wir Weißensee zu mehr Ballbesitz und größeren Räumen, mit der Folge, dass unsere Hintermannschaft vermehrt in den Mittelpunkt des Geschehens treten musste. Als dann unser Gast bereits in der 37. Minute verletzungsbedingt wechseln musste, brachte das unserem Spiel wieder einen Aufschwung. Nur drei Minuten später hatte Frazer gleich zweimal hintereinander die Chance zur Führung, doch der Gästekeeper parierte beide Chancen sehenswert. In der 41. Minute war es dann endlich soweit, eine schöne Flanke von rechts köpfte Sauppe mustergültig vom hinteren Pfosten über den Torwart ins lange Eck, 1:0. Endlich war der Bann gebrochen. Und so ging es dann auch mit der verdienten Führung in die Kabine. Halbzeit.

Die zweite Hälfte war kaum zwei Minuten alt, da glich Weißensee mit dem ersten Angriff aus. Flanke von außen auf den zweiten Pfosten, Kopfball in die lange Ecke und Schumann konnte den Ball nicht mehr richtungsändernd erreichen, 1:1. Nun merkte man unserer Mannschaft eine gewisse Verunsicherung an und Weißensee hatte kurzzeitig mehr vom Geschehen. Als dann in der 52. Minute Weißensee wieder verletzungsbedingt wechselte, brachte das unser Team wieder zurück.

Nur fünf Minuten später war es Jacobs, der mit einem herrlichen Solo quer über den Platz in den Strafraum drang und im Strafraum zu Fall gebracht wurde, der anschließende Pfiff ließ nicht lange auf sich warten, doch es gab nicht Elfmeter, sondern Freistoß an der Strafraumkante, denn da begann das Foulspiel. Gut wenn man einen Spezialisten wie Kzionzek in seinen Reihen hat. Mit einem straffen, abgefälschten, unhaltbaren Schuss erzielte er das 2:1.

Nun versuchte Weißensee mit langen Bällen unser Mittelfeld zu überspielen, doch am Strafraum war zumeist Schluss und so kam unser Team zu Kontermöglichkeiten, die oftmals schlampig und ohne Abschluss gespielt wurden. So taten sich im Anschluss immer Räume auf, die Weißensee versuchte zu nutzen. In der 68. Minute war es einer unserer Konter, der in unserer Vorwärtsbewegung auf links ein unnötiges Ende gefunden hat. Weißensee suchte den direkten langen Ball und konnte von unserer Hintermannschaft zum Einwurf geklärt werden. Beim anschließenden Einwurf, der nicht schnell ausgeführt wurde, stimmte die Zuordnung nicht, sodass der lange Einwurf direkt einem einlaufenden Weißenseer Spieler in den Lauf flog und von da ins Tor ging, der Spieler ist quasi mit dem Ball ins Tor gelaufen, 2:2. Dieser Treffer zeigte zum Glück wenig negative Wirkung, da nur zwei Minuten später, der Gegner in der eigenen Hälfte energisch gepresst wurde und wir daraus den Ball eroberten. Kurzer Pass zum startenden Sauppe, der aus spitzen Winkel den Ball im kurzen Angel parkte, 3:2. Genau die Antwort, die man sich auf Rudower Seite gewünscht hat.

Nun warf also Weißensee wieder alles nach vorne und erarbeitete sich in der 75. Minute die große Chance zum Ausgleich, als nach einer Flanke der anschließende Kopfball nur ganz knapp am Tor vorbeiging. In der 79. Minute hatte unser Team die große Chance, den Deckel auf diese Partie zu setzen, in einem Konter über links setzt sich Sauppe bis zur Grundlinie durch und will den Ball quer auf Heick spielen, dieser Ball landet aber bei Weißensee, welche selber direkt nach vorne spielten und so viel Platz und Raum hatten. Begünstigt durch eine haarsträubende Fehlerkette auf unserer Seite, fiel so wiedermals der Ausgleich, 3:3. In den nächsten Minuten stand das Spiel auf der Kippe, Weißensee nun beflügelt und in unserem Team stieg die Unzufriedenheit. Doch unser Team biss sich durch und wurde belohnt, in der 85. Minute war es ein Eckball von Kzionzek, den erneut Sauppe per Kopf zum 4:3 einköpfte. Danach hatte Ibrahim noch die Möglichkeit auf ein weiteres Tor, doch er wurde wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. So brachte unser Team die vierte Führung in diesem Spiel dann nach Hause.

Alles in allem für die Zuschauer ein spannendes und torreiches Spiel an der Stubi-Road. Trotzdem haben wir uns das Leben selber völlig unnötig schwergemacht und somit den Gegner immer wieder ins Spiel zurückgeholt. Somit avancieren solche Spiele zum unnötigen Kraftakt, den man sich hätte sparen können. Da ja bekanntlich alles Schlechte auch was Gutes hat, muss man an der Stelle auch den Hut ziehen vor der Moral unseres Teams, die jeden Rückschlag weggesteckt hat und wieder eins draufgesetzt hat. Hervorzuheben an diesem Tag ist natürlich unser dreifacher Torschütze Marco Sauppe, der nach langer Leidenszeit endlich wieder treffen konnte. Im April 2018 brach er sich den Mittelfuß und verpasste das Saisonfinale der letzten Saison, mit Metalplatte im Fuß kämpfte er sich in der Sommervorbereitung zurück ins Team und stand am 1. Spieltag im August wieder im Kader. In diesem Spiel endete sein Comeback mit einem Mittelhandbruch und der nächsten Leidens­zeit. Nach den nächsten acht Wochen stieß er wieder zum Team und konnte bereits am 9. Spieltag sein erneutes Comeback feiern. Und diesen Sonntag war es dann soweit seine ersten Pflichtspieltore seit dem 10. 03. 2018.

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen geht es nun am Sonntag zum Derby nach Britz. In den letzten fünf Aufeinandertreffen ging unser Team nie als Sieger vom Platz und sollte als Warnsignal zu deuten sein. Der letzte Pflichtspielsieg gegen Britz stammt aus der Saison 2014/2015. Als kleine Randnotiz, betrachtet man die Rückrunden Tabelle unserer Staffel, heißt das Erster gegen Zweiter.